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Wissen im Bild

Weinkelter aus Tell el-Burak

Lebensbild zur phönizischen Weinproduktion in Libanon

über das Projekt

Visualisierung eines phönizischen Weinkelters aus Tell el-Burak, Libanon

Die Ausgrabung in Tell el-Burak brachte die Überreste einer phönizischen Weinpresse zu Tage, gleichzeitig die Erste, die in Libanon nachgewiesen wurde. Die Anlage, vermutlich im späten 8. Jh. v. Chr. erbaut, zeichnet sich durch zwei Becken mit unterschiedlichem Niveau aus (der Kanal dazwischen hat sich nicht erhalten). Basierend auf eine 3D-Entwurf wurde ein Lebensbild erstellt, dass die Form und Funktion der Anlage veranschaulicht. Für die Szene mit den Arbeitern und das Gerüst dienten altägyptische Darstellungen zur Weingewinnung (bspw. aus dem Grab des Nakht) als Vorlage
Referenzen
Antiquity – Orsingher, A., Amicone, S., Kamlah, J., Sader, H., & Berthold, C. (2020). Phoenician lime for Phoenician wine: Iron Age plaster from a wine press at Tell el-Burak, Lebanon. Antiquity, Vol.94, Issue 377 (October 2020), pp. 1224-1244.
doi: 10.15184/aqy.2020.4
National Geographic – Metcalfe, T. (2020). 2,600-year-old wine 'factory' unearthed in Lebanon. National Geographic. Published: 15.09.2020.  –  Weblink

Wissenschaftliche Partner

Jens Kamlah, Universität Tübingen
Hélène Sader, American University of Beirut
Aaron Schmitt, Universität Freiburg

Tell el-Burak, deutsch-libanesisches Ausgrabungsprojekt – Web

Archäologische Stätte

Tell el-Burak, Libanon

Zeitraum

2019

Methoden

01    3D-Entwurfsmodell
02    Lebensbild
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Präzise Rekonstruktion dank Structure from Motion

Anhand eines SfM-Models, freundlicherweise durch die Auftragsgeber zur Verfügung gestellt, wurde ein Rekonstruktionsentwurf im 3D-Raum ausgearbeitet. Dieses 3D-Modell diente schliesslich als Vorlage für die Zeichnung und gewährleistet die korrekte Umsetzung der Dimensionen und Proportionen der Anlage.

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Variantenbildung

Im Befund hat sich zwar kein eindeutiger Hinweis auf ein das Tretbecken bedeckendes Holzgerüst erhalten, jedoch finden sich solche Konstrukte in verschiedenen altägyptischen Darstellungen. Mittels 3D-Modellierung  wurden  verschiedene Varianten erstellt, die dann als Diskussionsgrundlage dienten, ehe man sich auf eine Version für die Zeichnungsvorlage einigte.

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